Wir haben nachgefragt – Öffentliche Fragerunde der Stadtvertretung

Wie bereits angekündigt, waren wir am Dienstag (27.6.2017, 18 Uhr) auf der  Stadtvertretungssitzung und haben die Fragestunde genutzt, um uns über den momentanen Stand des neuen Jugendzentrums zu informieren.

Folgende Fragen wurden gestellt:

  1. Was passiert mit dem Ergebnis des Beteiligungsprozesses der Firma Insights?
  • Homepage liegt noch keine Entscheidung vor.
  • Werden die Anregungen der Jugendlichen in die Planung mit einbezogen? Wenn ja, inwiefern?
  1. Wird das Gebäude für das neue Jugendhaus nachhaltig und Zeitgemäß saniert?
  2. Wird der Außenbereich auch nutzbar gemacht? Überdachung, Elektrifizierung und Wasseranschluss?
  3. Finden alle Jugendgruppen, die einen „Raum“ (Proberaum, Künstlerraum, politische Jugendgruppierungen,..) zur Zeit mieten, im neuem Jugendhaus wieder Platz?
  4. Gibt es schon Pläne vom neuen Jugendhaus für die Öffentlichkeit?
  5. Wie und wann findet der Umzug statt?
  6. Wie lange kann das Twogether noch genutzt werden?

Vorab haben wir erfahren, dass wir als BürgerInneninitiative nicht in den Prozess der Gestaltung des neuen Jugendhauses mit eingebunden werden.

Unsere erste Frage lautete: „Was passiert mit den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses, der von der Firma Insights ausgeführt wurde (Online-Befragung) und wie werden die dort veröffentlichten Anregungen der Jugendlichen in die Planung des neuen Jugendzentrums miteinbezogen?“. Bürgermeister Wilfried Berchtold entgegnete darauf, dass die Ergebnisse bereits in die Planung geflossen seien (in welcher Weise erwähnte er jedoch nicht). Es bestünde eine Bau-Kommissionsgruppe, die über alle Vorgänge informiert sei.

Auf unsere zweite Frage, ob das erworbene Gebäude für das neue Jugendhaus nachhaltig und Zeitgemäß saniert werde antwortete er, dass die Stadt Feldkirch grossen Wert auf Nachhaltigkeit lege, bei diesem Gebäude aber nicht alle Bereiche nach den modernsten Kriterien saniert werden können: „Sonst hätte man gleich neu bauen müssen.“

Diese Aussage zeigt unserer Meinung nach deutlich, dass die Suche nach einem neuen Standort für das Jugendhaus viel zu spät begonnen wurde. Für einen Neubau wäre prinzipiell genug Zeit vorhanden gewesen.

Der Aussenbereich, so fuhr Berchtold fort, würde mit den nötigen Mitteln wie Elektrifizierung und Wasseranschlüssen versorgt, wäre aber sonst ein Bereich, bei dem die Jugend gut in die Selbstgestaltung und Mitbeteiligung einbezogen werden könnte.

Ob alle Jugendgruppen, die derzeit einen „Raum“ (Proberaum, Künstlerraum, politische Jugendgruppierungen,…) mieten, im neuen Jugendhaus wieder Platz finden würden (unsere dritte Frage), könne Berchtold nicht sagen. Jedoch meinte er, dass die Stadt Feldkirch über die meisten Proberäume in Feldkirch verfüge und bestimmt wieder 20 Bands untergebracht werden könnten. Berchtold hat diesbezüglich verkündet, möglichst bald ein gemeinsames Treffen mit Interessierten zu veranstalten. Jugendliche können sich außerdem an Monika Valentin (monika@ojaf.at) wenden.

Genaue Termine bezüglich des Umzuges in das neue Gebäude gäbe es noch nicht. Weder für das Graf Hugo noch für das Twogether/Rub a Dub ist daher absehbar, wann sie geräumt werden müssen. Ebenso können sich die Gruppen noch nicht darauf verlassen, dass sie mit Sicherheit einen neuen Platz im zukünftigen Gebäude finden.

Kritikwürdig empfinden wir an dieser Stelle, dass die breite Öffentlichkeit, und damit wir eingeschlossen, kaum Zugang zu Informationen hat. Das liegt auch daran, dass die Medien sehr wenig über das neue Jugendhaus berichten und wir, wie dieser Bericht zeigt, von Seiten der Stadt nur wenig Informationen erhalten.

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Graf Hugo bleibt!